Samstag, 29. November 2014

Partnership Day



Sonntag, den 09.11.2014, haben wir und die ganze Diözese den sogenannten Partnerschafts-Tag gefeiert. In Kumbo wurde dieser Anlass in der ersten Messe am Sonntag gefeiert, also schon um halb sieben. In der Woche davor waren wir auch schon bei Radio Evangelium, dem Radio der Diözese, um über diesen Tag zu informieren und über die Partnerschaft zu sprechen. Trotzdem ist diese Information auch unter Mitarbeitern des Bistums nicht wirklich angekommen. Am Sonntagmorgen um 06:30 Uhr war die Kirche dennoch schon voll bis auf den letzten Platz und alle kamen in wunderschönen Kleidern und Anzügen. Da die Partnerschaft zwischen Limburg und Kumbo einer der Schwerpunkte dieser Messe war, waren Eva und ich ein Teil der „Entrance Procession“ und haben die Partnerschaftskerze zum Altar getragen und dort gehalten, während des Partnerschaftsgebetes. Die Messe wurde statt vom Bischof, von Fr. Paul alleine gehalten, der uns in vielen Punkten in den Ablauf eingespannt hat. So waren wir auch ein Teil der „Lectoral Procession“, bei der die Bibel nach vorne getanzt wurde, sowie bei den Fürbitten und bei der Kollekte. Insgesamt hat die Messe 4 Stunden gedauert und trotz Hunger und mangelnder Organisation ist sie ziemlich gut gelaufen, weshalb es vermutlich auch in Zukunft jedes Jahr ein Partnerschaftssonntag gefeiert werden wird.

Die Partnerschaftskerze

Während der Fürbitten

Donnerstag, 13. November 2014

Ein kleiner Ausflug nach Nkar


Eines Nachmittags haben wir uns mal wieder auf einen Ausflug gemacht. Diesmal führte es uns nach Nkar, eine Gemeinde, die ca. 15-25 Minuten Fahrt auf einer wunderbaren Straße (erst letztes Jahr neu gemacht, Kamerun gibt sich Mühe, das zu verbessern) von Kumbo entfernt ist. Unser eigentliches Ziel war es das Health Centre dort zu besuchen, wobei es eigentlich sowohl von den zukünftigen Räumlichkeiten, als auch von der Ausstattung her, ein kleines Krankenhäuschen sein könnte. Ein Health Centre ist eine Mischung zwischen Dorfpraxis und Krankenhaus, für die Orte, die keine Anbindung an ein Krankenhaus haben, da es hier noch keine Krankenwagen gibt. Als Zeichen der Höflichkeit gehört es sich aber, zuerst dem zuständigen Gemeindepfarrer einen Begrüßungsbesuch abzustatten. Allerdings hatten wir nicht so viel Glück, denn der Pfarrer war gerade mit Lehrern beschäftigt, die auf ihr Gehalt warten und das tun Lehrer (aus eigener Erfahrung) nicht gerne und der Jugendpfarrer war noch am Arbeiten in der Schule. Also haben wir ihm nur eine kurze Nachricht hinterlassen, haben uns die Kirche dort angesehen, die vom Innenaufbau der Kathedrale gleicht und sind gleich weiter zum gegenüberliegenden Health Centre. Dort hat uns der zuständige Arzt herumgeführt (mit mehr oder weniger Elan) und uns ein bisschen über die Einrichtungen und deren Möglichkeiten erzählt.
Das Health Centre in Nkar

Katholische Mission Nkar




Von dort ging es direkt weiter zur Regina Pacis Comprehensive High School, einem Internat, das eine Freundin von uns besucht hat und das sie uns deswegen zeigen wollte. Ich persönlich habe noch nie eine chaotischere Schule gesehen. Die Gebäudeaufteilung ist vollkommen unverständlich und die Führung, die wir von der Direktorin (eine ehemalige Schulkameradin unserer Freundin bekommen haben glich einem Irrpfad… Trotzdem waren die Schüler richtig lieb und haben sich über unseren Besuch gefreut. Auch wenn wir uns gefühlt haben wie Touristen, die sich die Leute anschauen wollen. Mit frisch gebackenen PoffPoffs bewaffnet, die uns in der Kantine geschenkt wurden, sind wir weitergefahren zum Palast des Fons, denn Nkar hat einen eigenen Fon. Eigentlich wollten wir nur kurz die Großmutter unseres Fahrers besuchen, die in einem Raum angrenzend an einen der unzähligen Innenhöfe des Palastes lebt. Nun wollte der Zufall es aber so, dass diese Großmutter gerade Besuch hatte von einer jungen Mutter mit ihrem kleinen Sohn und wie wir halt so sind und wie die Kameruner halt so ticken wurde mit dem süßen kleinen Wonneprobben gespielt und geknuddelt, vollkommen ohne irgendwelche Bedenken. Die kamen dann erst, als wir diesen Raum wieder verließen und uns gesteckt wurde, dass eben diese junge Mutter die jüngste Frau des Fon ist und dieser süße kleine Junge der 1. Sohn des Fon und damit Kronprinz (Die Tradition sagt leider, dass Kinder, die geboren wurden, bevor ihr Vater Fon wurde, in der Thronfolge nicht zählen). Vollkommen überrascht waren wir dann nicht ganz, dass uns diese liebe Frau direkt zu ihrem Mann, dem Fon brachte. Der Fon ist der traditionelle König der Angehörigen des Stammes der NSO, die in Nkar leben. Blöd nur, dass uns weitere Informationen vorenthalten wurden und wir (vermutlich) dementsprechend viele Fehler gemacht haben (glücklicherweise keine unverzeihlichen)… Grundsätzlich gilt ein Fon als unantastbar und man darf auch nicht direkt mit ihm reden, sondern muss die Hände vor dem Mund in einer speziellen Position halten (und der Abstand darf nicht zu groß sein, sonst ignoriert er einfach was du sagst). Außerdem begegnet man einem Fon anscheinend in einer leicht gebückten Position. Überglücklich haben wir am Abend die Rückfahrt angetreten, mit Mandarinen (wer hätte gedacht, dass man die hier findet) und Chicos (man nennt sie auch Tree Tomatoes), das sind kleine Früchte bei denen man die Spitze abbeißt und die Kerne isst (schmeckt ein bisschen wie Himbeere mit Tomate gemischt), ausgestattet.
Die Schüler haben uns willkommen geheißen, 2. v.l. die Direktorin, l. unser Fahrer

Der kleine Eugene, 1. Thronfolger des Fons

Die jüngste Frau des Fon und Mutter von Eugene

Der Fon und die katholische Kirche



Ursprünglich hatten wir geplant, spätestens um diese Zeit dem Fon von Kumbo/Banso, dem örtlichen traditionellen Oberhaupt des Volkes der NSO, einen Besuch abgestattet zu haben. Traurigerweise müssen wir sagen, dass wir diesen Fon vermutlich nicht mehr vor Ende dieses Jahres kennenlernen werden. Vor ungefähr 3-4 Wochen ist der Fon von einer Reise nach Saudi-Arabien zurückgekehrt, genauer nach Mekka. Wie ich gelernt habe bedeutet das, solange man nicht klar in einer Stellungnahme äußert, dass man nur als Tourist dort war, dass man dorthin pilgert, was wiederum ein automatischer Übertritt in die islamische Religion ist. Da unser bisher katholischer Fon bisher keine öffentliche Stellungnahme gemacht hat und sich wie die Kameruner sagen, fast nur noch mit Muslimen umgibt, ist der Bischof (und viele andere auch) nicht gerade begeistert. Dies führte vor einigen Tagen sogar dazu, dass man den Fon davon unterrichtete, dass sein Thron, der bisher immer in der Kathedrale stand, von dort entfernt wird. Dementsprechend schwierig ist es also momentan für uns ihn mit irgendeinem unserer Bekannten zu besuchen, denn sie alle wollen warten „bis sich alles beruhigt hat“.

Blessing des neuen Caritas Gebäudes auf dem Bishop's Hill



Ihr Lieben
Ganz zufällig haben Eva und ich letzte Woche Fr. Dan, den Koordinator des Social Welfare Offices und den ersten Kameruner, den wir kennenlernen durften, getroffen, der uns dann ganz spontan zur Einweihung des neuen Caritas Gebäudes auf dem Bishop’s Hill eingeladen hat, das einen Großteil der Offices der Diözese beinhalten wird. Also haben wir uns bei strahlendem Sonnenschein (es geht stark Richtung Trockenzeit) auf zum Bishop’s Hill gemacht, wo wir schon vielen bekannten Gesichtern aus den Offices, die umziehen (die anderen, Education Secretary und Family Life Office, sind beleidigt, weil sie in den alten Räumen bleiben müssen) begegnet sind. Eingeleitet wurde die Segnung mit der kamerunischen Verspätung von Fr. Dan mit einer Rede, in der er auch noch einmal auf die Geschichte der Offices eingegangen ist und allen Beteiligten gedankt hat. Darauf folgte der „kirchliche“ Teil , die Segnung, die von Bishop George Nkuo persönlich gespendet wurde, bei der zuerst gebetet und ganz viel gesungen wurde, wonach der Bischof mit weiteren Pfarrern jeden Raum des Gebäudes gesegnet hat. Während dieser Zeit konnten wir uns kurz im Schatten erholen, denn die Sonne schien an diesem Tag äußerst stark. Im Anschluss daran sollte ein riesiges Band durchgeschnitten werden. Dieses Band bestand aus den Farben der Flaggen von Kamerun, Deutschland (Symbol für die Unterstützung aus Limburg) und denen des Vatikans. Eva und ich wurde die Ehre zuteil den Bischof dabei zu unterstützen und haben somit links und rechts vom Bischof das Band festgehalten. Im Anschluss daran hat Fr. Dan allen Besuchern das Gebäude mitsamt allen Räumlichkeiten vorgestellt, wonach es in einem großen Konferenzraum mit unendlich bequemen Stühlen eine kleine Stärkung gab.

Das endlich vollkommen fertiggestellte Gebäude
Fr. Dan und der Bischof

Das Schneiden des Bands

St. Augustine Catholic Primary School Bamkika'ai



Nun habe ich also die Nursery School erst einmal hinter mir gelassen, um die Primary School näher kennenzulernen. Die ersten Tage dort habe ich in der 1. Klasse verbracht, um danach durch ein paar Klassenstufen zu wandern. Der Morgen in der Grundschule beginnt ähnlich wie in der Nursery School, nur ein bisschen früher, das heißt schon um 7:30 Uhr. Pünktlich um diese Zeit wird das Morgengebet gesprochen und die Nationalhymne Kameruns gesungen (die kann man bei den Grundschülern wesentlich besser verstehen, als bei den kleinen Vorschülern). Während der Nationalhymne wird die Fahne gehisst und alle die zu spät kommen müssen dort wo sie stehen warten. Nach der Begrüßung der Lehrer und der Mitschüler, die mit einer Verbeugung der Jungen und einem Knicks der Mädchen begleitet wird, singen alle einen sogenannten „Marching Song“, bei dem sie aus einem sehr großen Fundus aussuchen dürfen. Manchmal haben die Schüler dann noch das Marschieren geübt, was bedeutet, dass alle Klassenweise ein- oder zweimal im Kreis über den Schulhof marschieren und anschließend direkt in die Klassen gehen (aber immer nur nachdem die Lehrer die Erlaubnis dafür gegeben haben). In unregelmäßigen Abständen fand noch eine sogenannte „Inspektion“ statt bevor die Schüler in die Klassen durften. Dabei kontrollieren die Lehrer, ob die Uniformen, die vor allem bei den Mädchen ziemlich unterschiedlich sein können, sauber sind. Ist das nicht der Fall werden die betreffenden Schüler gebeten die Uniform zu waschen, so zumindest die Theorie, normalerweise bleibt es bei einer Verwarnung. In der Regel wurde vor dem Unterricht noch ein kleines Pläuschchen unter Lehrern gehalten. In meiner ersten Woche ging es dann gleich recht kompliziert los, denn es ist das Ende der sogenannten „First Sequence“. Das Schuljahr ist in 3 „Terms“ aufgeteilt, die wiederum in 2-3 „sequences“ geteilt sind und an jedem Ende einer solchen „sequence“ gibt es eine Lernabfrage. Dabei wird von der Diözese für jede Klassenstufe dem Lehrplan entsprechend Aufgaben gestellt. Mir wurde aber recht schnell bewusst, dass diese Aufgaben nicht immer klar bzw. nach dem Lehrplan waren, was für viele Lehrer bedeutete, spontan alternative Antworten oder komplett neue Aufgabenstellungen zu bilden. Class 1 hat insgesamt ca. 40 Schüler und eine wirklich schöne Klasse. Den Pult ziert sogar eine Tischdecke und Blümchen. Für die „1st sequence Exams“ sollte jedes Kind separate Bücher mitbringen, was allerdings viele nicht hatten, genauso wie Bleistifte. Die Aufgaben wurden von den Lehrern dann an die Tafeln geschrieben und die Schüler sollten nur die Lösungen aufschreiben. Abgefragt wurde eine ganze Reihe von Fächern. Unter anderem die Klassiker Mathematik, Englisch, Handwriting, Religion, Kunst, Französisch, aber auch Moral Education, Citizenship etc. Nicht alle waren schriftlich, was ein Problem darstellte, denn bei mündlichen Prüfungen muss jedes Kind einzeln vorkommen. Die restliche Klasse kann dabei natürlich nicht still zuschauen und dabei kam ich dann ins Spiel, denn während Sr. Collette einzelne Kinder prüfte habe ich den anderen bei den Aufgaben geholfen und sie korrigiert. Um 11:15, wenn die Pause der Nursery endet, beginnt die Pause der Grundschüler. Nach dem üblichen Gebet: „Bless us oh Lord and bless these our gifts which we are about to receive from your goodness through Christ our Lord. Amen” sind alle freudig zum Essen gestürmt. Die Pausen sind mittlerweile sehr angenehm, weil es warmer wird und die Sonne trotzdem noch nicht so stark ist. Die Lehrer lassen sich dann ihre Stühle von Schülern auf den Hof tragen und nutzen die Pause für weitere Pläuschchen. Das Ende der Pause um 12:00 Uhr wird mit einem Gong angekündigt. Dann versammeln sich alle klassenweise aufgereiht und beten den „Angelus“, eine Reihe aus Gebeten (u.a. dem Ave Maria), ehe der Unterricht weitergeht, bis zum jeweiligen Ende (je höher die Klassenstufe, die Grundschule geht bis zur 6. Klasse, desto länger der Unterricht). Eine Ausnahme davon stellt der Freitag dar, denn jeden Freitag wird der Boden der ganzen Schule geputzt. Hierfür bringen die Schüler, die mit Putzen dran sind Eimer von zu Hause und Lappen mit. Das Ganze läuft nach einem Plan, den ich noch nicht ganz durchschaut habe. 

Als ich am Tag darauf in die Schule kam, kamen mir alle Schüler entgegen. Von Sr. Franziska, der Lehrerin der 3. Klasse, habe ich dann erfahren, dass an diesem Morgen Schulgottesdienst ist und deswegen alle in die Kirche im Jugendzentrum pilgerten. Also schloss ich mich dieser Völkerwanderung an und trafen vor der Kirche auf Fr. Roland, der Schulmanager für die katholischen Schulen in Kumbo. Zu diesem Gottesdienst kam allerdings auch die Nursery School, was bedeutete, dass die Lehrer (und ich) auf die Nurseries und die unteren Klassen der Primary aufgeteilt wurden. Ich habe dabei das große Los gezogen, inmitten der Vorschüler zu sitzen und habe deshalb nicht so viel vom Gottesdienst mitbekommen. Allerdings ist Fr. Roland auf eine sehr locker-lustige Art mit den Kindern umgegangen und hat sie mit in den Gottesdienst einbezogen, indem er ein paar Kinder herausgepickt hat und sie nach Gebeten gefragt hat, die sie kennen. Das hat die Kinder natürlich ziemlich angespornt. Fr. Roland hat für die Kinder (und auch für die Lehrer) später noch eine Runde Lollis gespendet, wie er sagte, als Belohnung dafür, dass die Kinder so leise waren, während des Gottesdienstes. Ein bisschen geschockt war ich allerdings, dass manche Lehrer die Kinder auch während des Gottesdienstes geschlagen haben. Schlagen ist ja sowieso ein Problem hier die Lehrer von Klasse 1 und 2 schlagen beide ziemlich viel, in den höheren Klassen wird das glücklicherweise weniger. Der Lehrstil ist generell auf Frontalunterricht ausgerichtet, die Lehrer interessiert es nicht so sehr, dass die Hälfte dessen was sie erzählen an den Kindern vollkommen vorbei geht… Vieles basiert auch auf Befehl, wenn ein Kind zum Beispiel etwas tut, was es nicht tun sollte (auch wenn es vielleicht nicht schlecht war) heißt es „Did I ask you to…“.
Die darauffolgende Woche gestaltete sich dann als reine Improvisationskunst, denn die Lehrerin der 2. Klasse hat ganz plötzlich eine Woche früher als „geplant“ ihr Kind (ein kleiner Junge) zur Welt gebracht und fiel damit aus, eine Ersatzkraft (es ist schon ein Wunder, dass es überhaupt eine gibt) kam erst in der nächsten Woche. Zusätzlich liegt die Lehrerin der 3. Klasse mit Malaria im Krankenhaus, was bedeutet, dass Class 1&2 zusammengelegt wurden und ich in Class 3 geschickt wurde, um dort die Aufsicht zu führen. Das war allerdings kein so großes Problem, auch wenn es mich einiges an Überwindung gekostet hat, denn die Madame aus der 4. Klasse hat den Kindern Aufgaben gegeben.
Trotzdem blieb mir noch die Chance auch die höheren Klassen kennenzulernen, die praktisch der Traum jedes Lehrers sind, denn als die Lehrerin von Klasse 5 sich um das Schulgeld kümmern musste, habe ich den Kindern, nachdem ich versucht habe mit den Kindern ein bisschen Galgenmännchen zu spielen (eigentlich hat es ganz gut geklappt, nur waren nicht alle interessiert daran), habe ich mit ihnen ihre Mathe-Themen wiederholt und als sie die Aufgaben nicht fertig machen konnten, haben sie mich sogar darum gebeten, sie ihnen als Hausaufgabe zu geben. Am nächsten Morgen kamen die Kinder dann ganz stolz und haben gesagt, dass sie alle Aufgaben gemacht haben. :D

Schulgeld

Das Thema Schulgeld verdient hier einen eigenen Absatz, denn es ist so ziemlich DAS Thema, seit Mitte Oktober. Viele der Schüler waren zur Zeit der 1st sequence noch nicht registriert, denn dafür fällt eine Gebühr an, was wiederum bedeutete, dass hinten in der Klasse während der Prüfungen immer zwischen 2 und 7 Kindern standen, die nicht mitschreiben durften, denn das war daran gebunden. So kamen während der Prüfungswoche immer mal wieder neue Prüflinge dazu, was die Lehrer vor ein paar organisatorische Schwierigkeiten stellte. Ende Oktober wurde dann noch ein bisschen genauer auf das Schulgeld geschaut, denn bis dahin sollte jedes Kind mindestens 5000 Francs (ca. 8 €) an Schulgeld gezahlt haben. Dann wurde begonnen, Kinder bei denen das nicht der Fall ist, nach Hause zu schicken. Bei der Grundschule ist das etwas simpler, als in der Vorschule, denn dort sind sich manche Kinder ihres Namens nicht bewusst und reagieren darauf nicht. Allerdings wurden den Kindern hier nur Notizzettel für die Eltern gegeben, was teilweise dazu führte, dass das Schulgeld gezahlt wurde oder aber auch dass Kinder die nächsten 3-4 Tage nicht in die Schule gekommen sind.

Nachdem ich jetz 2 ½ Monate in der Schule verbracht habe, habe ich mich dazu entschieden, mein Projekt zu wechseln und werde ab dem 26. November im St. Elizabeth Catholic General Hospital in Shisong in der Geburtshilfe arbeiten.

Schulgottesdienst in der Kirche von Bamkika'ai

Chaos nach der Morning Assembly

Die ganze Schule übt Marschieren